Fliegerlager in Dobenreuth

In unserem diesjährigen Fliegerlager ging es für eine große Truppe Lindlarer FliegerInnen erneut nach Dobenreuth. Vor 4 Jahren waren wir bereits dort und hatten viel Freude auf diesem schönen Flugplatz mit vielen netten Leuten zu fliegen. Auch dieses Jahr war es wieder ein tolles Erlebnis, auch wenn es ab und zu drunter und drüber ging.

Schon in der ersten Woche war das Wetter ausgezeichnet. Also war das Motto klar: fliegen, fliegen, fliegen! Und das taten alle. Es wurden Strecken geflogen, zu zweit und alleine und das gute Wetter gut ausgenutzt. Nach einer Außenlandung musste dann die ASK 21 außer Betrieb genommen werden, wegen eines kleinen Schadens, aber von so etwas lassen wir uns ja nicht bremsen (mittlerweile ist der Flieger wieder repariert bei uns). Die restlichen Flugzeuge boten genug Flügelfläche für uns und so machten wir weiter bei bis zu 40 Grad! An den heißesten Tagen entschieden wir uns dann nicht zu fliegen und stattdessen alternativem Programm nachzugehen. So wurde eine Tropfsteinhöhle und ein Schloss ganz in der Nähe besucht. Und wenn man an einem Tag eine Auszeit hatte, konnte man am nächsten Tag mit frischer Motivation in der Flieger steigen. Unsere Schüler haben ordentlich rein gehauen und diverse Streckenflugeinweisungen, Mustereinweisungen und einige F-Schlepp Berechtigungen gemacht. So hat Jule ihren Überlandflug als nächsten Schritt zu ihrem Schein mit 123km geflogen und Joni die praktische C-Prüfung bestanden, die er nach viel Pauken und der bestandenen theoretischen C absolvieren durfte. Aber auch die Scheinpiloten haben den Schein gewahrt und sind reichlich Strecken geflogen. Die zweite Fliegerlagerwoche begann dann mit einem Schock. Bei der Mustereinweisung auf unseren Mistral C hat einer unserer Schüler einen Startabbruch gehabt und dabei den Flieger schwer beschädigt, keine Sorge: Ihm ist natürlich nix passiert. Nach einem Tag Erholung von dem Schock ging es dann auch für uns weiter. Zwar jetzt nur noch mit zwei eigenen Flugzeugen, aber dank des guten Wetters sind trotzdem alle auf ihre Kosten gekommen. Bei Temperaturen in dieser Woche über 40 Grad war auch wieder Alternativprogramm drin, aber selbstverständlich stand das Fliegen im Vordergrund und nach diesem unglücklichen Vorfall kam es natürlich auch wieder zu überaus erfreulichen Ereignissen. Nora hat kurz danach ihre theoretische A-Prüfung mit einem Spitzenergebnis von 100% richtigen Antworten bestanden, doch den Kracher hat sich dann nochmal Jule geleistet: Nach einigen Telefonaten war es ihr möglich am letzten Tag des Fliegerlagers noch ihre finale Prüfung auf unserer ASK 13 zu fliegen und hat diese mit Bravour gemeistert! Der Kommentar des Prüfers zu ihren Landungen war: „Kann Sie eigentlich auch keine Ziellandungen?“ Nach diesem großen Erfolg wünschen wir jederzeit sichere Flüge!

Und damit war das Fliegerlager auch schon vorbei. Am Tag der Abreise hat es geregnet, als würde das schöne Dobenreuth weinen, weil wir wieder in die Heimat fahren. Für uns war es ein sehr aufregendes Fliegerlager, aber es hat uns wieder viel Freude bereitet und wir sind sicher, dass es nicht das letzte Mal in Dobenreuth gewesen sein wird…

Danke an Andreas Ulm für den Bericht!