|
Eine
unvergleichliche Sportart
Der Segelflieger macht sich die wärmende Kraft der Sonnenenergie
zunutze. Sie ist die Energiequelle für die begehrten Aufwinde,
in denen Segelflugzeuge immer wieder Höhe gewinnen, um so
von einem Aufwind zum nächsten zu gleiten. Je leistungsfähiger
ein Flugzeug ist, desto weiter kann man mit der erreichten Höhe
fliegen. Moderne Kunststoffsegelflugzeuge können heute aus
1000 Metern Höhe ohne weiteren Aufwind rund 40 Kilometer
weit gleiten.
 |
Fluglehrer Vogt mit Flugschülerin vor dem Schulstart |
Ein Sport für Junge und Junggebliebene
Segelflug ist ein Männer- und Frauensport. Weil nicht die
athletische Leistung, sondern Geschick und Verstand entscheiden,
haben beide Geschlechter gleiche Chancen, an Segelflugmeisterschaften
und Rekordflügen teilzunehmen. Der Segelflug ist schließlich
neben dem Modellflug die Jugend-Luftsportart schlechthin, weil die Ausbildung
schon mit 14 begonnen und mit 16 abgeschlossen werden kann.
Die Ausbildung
Die Ausbildung in den ca. 175 Segelflugvereinen Nordrhein-Westfalens
erfolgt auf modernen, leistungsfähigen Segelflugzeugen nach
bundesweit einheitlichen Richtlinien. Die Ausbildung für
den Pilotenschein kann man bereits mit 14 Jahren beginnen. Voraussetzung
für die Ausbildung sind
- Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei Minderjährigen)
- Kopie des Personalausweises
- Auszug aus dem Verkehrszentralregister
- Polizeiliches Führungszeugnis (o)
- Bescheinigung „Sofortmaßnahmen am Unfallort“
Flugtauglichkeitsuntersuchung. Die Pilotenschein-prüfung
kann nach einer umfassenden Theorie 25 Flugstunden mit 60 Starts
und einem 50-Kilometer Strecken-Alleinflug oder 100 km Streckenflug mit Fluglehrer abgelegt werden.
 |
Fluglehrer
Knauf gratuliert Schüler zur A-Prüfung |
Ausbildungsverlauf
So wichtig wie die reine Fliegerei ist die Theorie: Luftrecht,
Navigation, Meteorologie, Technik/Flugzeugkunde, menschliches Leistungsvermögen und Verhalten in besonderen Fällen.
Die theoretische und praktische Ausbildung erfolgt in Segelflug-Vereinen
oder Schulen. Durchschnittlich dauert jeder Ausbildungsabschnitt
in einem Verein eine Saison (März bis Oktober) und bis zur
Prüfung etwa drei Jahre. Am Ende der Ausbildung erhält
der Flugschüler nach bestandener Prüfung den Luftfahrerschein für Segelflugzeuge (GPL).
|